Kathedralarchiv – Geschichte

Dieses Archiv bildet den Verwahrungsort oder das Lager des lebendigen Gedächtnisses der Kathedrale von Oviedo.
Die Kirche hat seit Anfang an ihre Gründung und Entwicklung anhand von Dokumenten übermittelt. In diesen wird ihr Handeln entlang der Geschichte festgehalten. Auf diese Weise entstanden die kirchlichen Archive.
Die Geschichte des Archivs ist genauso alt wie die des Gebildes, das als Kathedrale bekannt ist. Dies wird durch das älteste Dokument (Ego Fakilo), das aus dem Jahr 803 stammt, belegt.

Neben den gewöhnlichen geschichtlichen Ereignissen hat das Archiv unter verschiedenen Verlusten und Plünderungen gelitten. Zu diesen gehören zum Beispiel die französische Invasion von 1808, die Erste Spanische Republik (1869) und insbesondere der spanische Bürgerkrieg (1936-1937), bei dem die alte Gliederung des Archivs verloren ging. Diese wurde in dem Maestro Buch erfasst und sowohl im Archidiakonatenschrank oder “kleinem Schrank” aus dem 1729 als auch, laut den Beschriftungen der Schubladen, im “großen Schrank” aufbewahrt.

Weitere Ereignisse, unter denen das Archiv gelitten hat, gehen aus dem Buch des Archivars Raúl Arias del Valle hervor. Aus diesem Manuskript des Archivs von Oviedo (Inventur-Verzeichnis) (Oviedo 1993) können wir einige Absätze entnehmen, die uns helfen die Geschichte des Archivs kennenzulernen:

“…manche Seiten wurden entwendet und sind verschwunden. Diejenigen, die sie haben, sollten gerügt werden und diese ersetzen. Diejenigen, die diese nun besitzen, müssen ihr Datum, ihren Inhalt und das Archiv, in dem sie sich nun befinden, angeben, um die fehlenden und als notwendig betrachteten Seiten dort zu entnehmen.”

Am 3. September 1715 wurde beschlossen, dass der Archivar anhand von Zetteln zu ernennen ist und ein Gehalt von 6000 Maravedis bekommen soll.

“…es wurde beschlossen, dass der Gebäudeverwalter das obere Archiv reparieren soll, damit die Dokumente besser aufbewahrt werden können und geschützter sind.” (Das obere Archiv ist der Raum, der mit dem Kapitelsaal verbunden ist und zugleich als Zugang dient.)

Am 6. Oktober 1725 einigte man sich bezüglich des Maestro Buchs, von dem sich gegenwärtig eine in drei Bände aufgeteilte Kopie im Archiv befindet, auf Folgendes:

“Am 6. Oktober 1725 einigte man sich bezüglich des Maestro Buchs, von dem sich gegenwärtig eine in drei Bände aufgeteilte Kopie im Archiv befindet, auf Folgendes:”
1791 wird das Archiv der Kathedrale in das alte Gymnasium verlegt, zu dem man vom gotischen Kreuzgang aus Zugang hat. In einem der Dokumente der Buchhaltung des Archivs ist folgender Absatz zu lesen:

“…da das alte Gymnasium als Herberge der Buchhaltung und des Archivs gewählt wurde, befinden sich bereits dort die Schubladen und Regale mit den Dokumenten und Instrumenten des alten Archivs, wobei Erneuerungen nicht vorgesehen sind.”

Im Jahr 1860 werden die Buchhalter und Archivare Juan de la Cruz Ceruelo de Velasco und Pedro Fernández Caneja damit beauftragt, das hoch interessante “Verzeichnis der Gotischen Bücherei der Heiligen Kirche von Oviedo” anzulegen. Diese beginnt mit dem Satz: “Colligite fragmenta ne pereant” (Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts umkomme! (Johannes 6.12).

Am 26. Januar 1869 wurde das Archiv beschlagnahmt wie es aus den Niederschriften des Kapitels hervorgeht:

“…revolutionäre Beschlagnahmung aller Bücher des Archivs vonseiten des Gouverneurs.”

1929 bezieht sich Claudio Sánchez Albornoz auf das Archiv von Oviedo folgendermaßen:

“… der eifersüchtige Schatzmeister der Kathedrale von Oviedo, Sandoval, ergab sich uns ein weiteres mal. Dank seiner freundlichen Gefälligkeit in Bezug auf die Initiative des Bischofs der Diözese (Juan Bautista Luis Pérez) und der Arbeiten von Sandoval selbst, García Villada und Sierra Corella können nun die geordneten Bestände des Archivs des Kathedralkapitels von Oviedo eingesehen werden. ”.

Die Kanoniker von Oviedo waren stets darum bemüht, die “Bücher und Papiere”, die den Bestand des Archivs der Kathedrale ausmachen, geschützt zu verwahren.

 

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