Heiligenlegende der Kathedrale

Die Namenstage unserer Kirche

Die Heiligkeit hat Gott inne, aber er wollte sein Volk daran teilhaben lassen. Es handelt sich um eine Gabe, aber auch um eine Aufgabe, die einen Prozess mit sich bringt, über den der Getaufte einige Verhaltensweisen annimmt, die im Einklang mit der Dreifaltigkeit stehen. Diese führen ihn zur Nächsten- und Selbstliebe so wie es der Heilige Thomas dem Augustinus von Hippo bestätigt. Dieser Prozess entwickelt sich gemäß der Berufung von jedem einzelnen.

Jede Diözese feiert ihre eigenen Heiligen und widmet ihnen einen besonderen Gottesdienst.

Die folgenden Heiligen haben uns entlang der Geschichte als Leitbild gedient und die Feier ihnen zur Ehre erfüllt uns mit Freude.

Januar

Am 09.01

Eulogius von Córdoba, Presbyter, und Lukretia, Jungfrau und Märtyrerin

Eulogius von Córdoba wurde zu Beginn des 9. Jahrhunderts in Cordoba geboren. Hier leistete er seinen heiligen Dienst und spendete den Gehetzten stets Trost und sprach ihnen Mut zu.

Seinen Märtyrertod erlangte er 859, als er geköpft wurde. Er ist der wichtigste Schriftsteller der mozarabischen Kirche.
Auch die Jungfrau Lukretia, die von Eulogius getauft wurde, fuhr zum Himmel, nachdem Sie geköpfte wurde, da sie ihren Glauben nicht aufgeben wollte. Ihre Gebeine wurden nach Oviedo gebracht und werden nun in der Kathedrale San Salvador als Reliquien verehrt.

Am 29.01

Julianus und Serranus, Bischöfe

Julianus war Erzbischof von Toledo. Er war ein eifriger Beter, liebte den göttlichen Dienst, war stets auf das Einhalten der heiligen Zeremonien bedacht und bereicherte die Messe mit neuen Gebeten. Er leitete einige Räte von Toledo, wobei die Fehler der Monotheleten verurteilt wurden. Er schrieb das Prosnosticon und andere Werke. Er wurde 690 in den Himmel gerufen. Seine Gebeine wurden aufgrund der muslimischen Invasion nach Oviedo gebracht und werden nun in der Kathedrale neben den des Bischofs Serranus fromm verehrt.

März

Am 13. 03

Heilige deren Reliquien in der Cámara Santa der Kathedrale und in der Erzdiözese von Oviedo verwahrt werden.

Seit jeher wird die Kathedrale von Oviedo als «Sancta Ovetensis» bezeichnet. Der Grund für diesen Namen sind die vielen Reliquien, die seit dem 9. Jahrhundert in der Heiligen Kammer, die seit langem eine Pilgerstätte ist, aufbewahrt werden. Die Reliquien wurden erst in dem so genannten Schrein “Arca Santa” gelagert, der am 13. März 1075 im Beisein des Königs Alfons VI. von Kastilien und den Bischöfen Bernardo aus Palencia, Simeón aus Oca und Ariano aus Oviedo feierlich geöffnet wurde. Unter ihnen befanden sich das „Engelskreuz“ und das „Schweißtuch von Oviedo“, die das Volk Gottes so sehr verehrten, dass die Kapitularen am Apostolischen Stuhl einen Antrag auf ein Jubiläum stellten. Dieses wurde vom Papst Eugenius IV genehmigt und von den Päpsten Pius II, Sixtus IV. und Paul VI. bestätigt. Johannes Paul II. besuchte am 20. August 1989 die Reliquien und betete inbrünstig vor ihnen.

April

Am 17. 04

Pedro Poveda Castroverde, Priester und Märtyrer

Er wurde in Linares (Jaén, Spanien) am 3. Dezember 1874 geboren. Er wurde als Priester am 17. April 1897 nach Guadix (Granada) gesandt, wo er bald mit seinen apostolischen Arbeiten mit den Bewohnern der Höhlen, die sich um die Stadt herum befinden, begann. 1906 wurde er nach Covadonga (Asturien) versetzt, wo er 1911 die Theresianische Institution gründete. Er lebte ab 1913 in Jaén und dann ab 1921 in Madrid, wo er sich aktiv den Erziehern, Jugendlichen und Bedürftigen widmete. Seinen religiösen Höhepunkt erreichte er, indem er für Jesus Christus als Märtyrer am 28. Juli 1936 in Madrid starb. Mit seinem Priesteramt identifizierte er sich insbesondere: “Ich bin ein Priester von Jesus Christus”, antwortete er denjenigen, die ihn in den Märtyrertod führten.

Am 27.04

Rafael María Arnáiz Barón, Mönch und Mystiker

Rafael Arnáiz Barón wurde am 6. April 1911 in Burgos (Spanien) geboren, hier wurde er auch getauft und konfirmiert. Er war hoch intelligent und widmete sich schon früh als Kind den Dingen Gottes.

Als seine Familie nach Oviedo zog, setzte er dort seine mittlere Reife fort und schrieb sich dann in der Fachhochschule für Architektur in Madrid ein. In seinem Herzen war er mehr als bereit für das besondere geweihte Leben, das Gott für ihn vorgesehen hatte. Er fühlte sich stark von dem Zisterzienserkloster von San Isidro de Dueñas angezogen und nachdem er mit diesem in Kontakt getreten war, entschied er, dass dies der Ort seiner Wünsche war. Er trat dem Kloster am 15. Januar 1934 bei.

Gott stellte ihn mit einer seltsamen Krankheit auf die Probe, diese zwang ihn, dreimal das Kloster zu verlassen. Dennoch kehrte er immer wieder mit einer großzügigen und treuen Antwort auf den Ruf Gottes zurück.

Er wurde aufgrund seiner leidenschaftlichen Treue zu dem Klosterleben und seiner liebenden Akzeptanz der Pläne Gottes heiliggesprochen. Mit gerade erst 27 Jahren starb er am 26. April 1938 und wurde auf dem Klosterfriedhof beerdigt.

Juni

Am 26.06

Pelagius, Märtyrer

Er wurde im Jahr 911 in Albeos, Vigo, geboren. Er starb 925 während des Kalifates von Abderramán III. als Märtyrer in Cordoba. Er wurde als Beispiel für die Kraft der jugendlichen Keuschheit heiliggesprochen. Seine Reliquien werden in dem Benediktinerkloster, das seinen Namen trägt, in Oviedo verwahrt. Er sprach folgende Worte:

“Ja, oh König, ich bin Christ. Ich war es und werde es der Gnade Gottes Willen immer sein. All dein Reichtum ist wertlos. Glaube nicht, dass ich für diese vergänglichen Dinge Christus verleugnen werde. Er ist mein Herr und auch deiner, selbst wenn du es nicht möchtest”

Juli

Am 28.07

Melchor García Sampedro, Bischof und Märtyrer

Melchor García Sampedro wurde 1821 in Cortes de Quirós (Asturien) geboren. Er studierte Philosophie und Theologie an der Universität von Oviedo. Danach trat er gegen den Willen seiner Eltern dem Kloster Santo Domingo Ocaña bei, um Missionar zu werden. Nachdem er nach Manila gesandt wurde, bat er um eine Versetzung nach Tonkin (Vietnam). Dort kam er, neben dem Gebet und der Kasteiung, seiner unermüdlichen Hingebung nach, den Glauben gesprochen und geschrieben zu verbreiten.

Als Bischof wurde er am 28. Juli 1858 aufgrund seines Glaubens hingerichtet. 1988 wurde er als erster Märtyrer Asturiens heiliggesprochen. Seine Reliquien werden in der Kapelle der Kathedrale von Oviedo, die der Jungfrau von Covadonga gewidmet ist, verehrt.

September

Am 08.09

Unsere Liebe Frau von Covadonga, die Schutzheilige Asturiens

Covadonga stammt wohl von «Cova-dominica», Höhle der Frau. Dieser Name bestätigt somit auch, dass dank des besonderen Schutzes der Mutter Gottes die Christen ca. 718 dort den ersten Sieg gegen die muslimische Invasion erlangten. Dies erklärt außerdem wieso man Covadonga auch “die Wiege Spaniens” nennt.

In der Höhle wird die Jungfrau anhand des Bilds “La Santina” verehrt. Zu ihr kommen viele Pilger – vor allem aus Asturien, wo sie die Schutzheilige ist -, um ihr zu danken und sie um Gefallen zu bitten.

Am 11.09

Vicentius von León, Abt und Märtyrer

Vicentius war Abt im Benediktinerkloster von San Claudia in der Umgebung von León. Als er zum Rat, den der König der Schwaben (damals Arianer) einberufen hatte, erscheinen sollte, gab er vor allen an, dass er dem Dogma der Dreifaltigkeit Gottes des Konzils von Nicäa treu bleibe. Folglich wurde er ausgepeitscht und starb 630 als Märtyrer. Die Reliquien seines Körpers wurden später nach Oviedo gebracht und werden nun fromm in der Cámara Santa der Kathedrale verehrt.

Oktober

Am 09.10

Innozenz von der unbefleckten Empfängnis Canoura Arnau und Gefährten, Priester und Märtyrer

Die acht christlichen Schulbrüder von La Salle in Turón (Asturien), CYRILL BERTRAND SANZ TEJEDOR (Direktor des Seminars, geboren in Lerma bei Burgos, 46 Jahre) MARCIAN JOSEF LÓPEZ Y LÓPEZ (El Pedregal, Guadalajara, 33 Jahre), VICTORIAN PIUS BERNABÉ CANO (San Millán de Lara, Burgos, 29 Jahre), JULIAN ALFRED FERNÁNDEZ ZAPICO (Cifuentes de Rueda, León, 30 Jahre), BENJAMIN JULIAN ALONSO ANDRÉS (Jararnillo de la Fuente, Burgos, 25 Jahre), AUGUST ANDREAS MARTÍN FERNÁNDEZ (Santander, 24 Jahre), BENEDIKT VON JESUS VALDIVIESO SÁEZ (Buenos Aires, Argentinien, 23 Jahre) und ANICET ADOLF SECO GUTIÉRREZ (Celada Marlantes, Santander, 22 Jahre) wurden zusammen mit INNOZENZ VON DER UNBEFLECKTEN EMPFÄNGNIS (Sta. Cecilia, Valle de Oro, Lugo, 47 Jahre), Priester des Passionistenorden von Mieres del Camino, auf Befehl des Revolutionskomitees am 5. Oktober 1934 während des Abendmahls in der Kapelle des Seminars festgenommen. Man brachte sie in das zum Gefängnis umfunktionierte Volkshaus und verurteilte sie, da sie Ordensmänner waren, zum Tod. Am 9. Oktober 1934 wurden sie zum Friedhof von Turón geführt, wo sie erschossen und in einem schon vorbereiteten Massengrab beerdigt wurden. Am 29. April 1990 wurden sie vom Papst Johannes Paul II selig- und am 21. November 1999 heiliggesprochen.

Am 13.10

Kirchweihfest der Kathedralbasilika

Die Kathedrale von Oviedo sticht unter allen bekannten Tempeln der Wert heraus. Die Geschichte ihres Baus stellt einen hervorragenden Zeugen der Frömmigkeit der Könige von Asturien dar. Es ist wohl bekannt, dass die Kathedrale von dem König Fruela I. von Asturien nach dem Sieg gegen ein maurisches Heer errichtet wurde. Sein Sohn Alfons erweiterte sie später um mehrere Gebäude, er finanzierte sie und sprach ihr wichtige Privilegien zu. Der Name des Gründers steht daher in ewiger Verbindung mit dieser Heiligen Kirche. Dieser katholische König ließ zu Ehren der 12 Jünger die gleiche Anzahl an Altären errichten. Er stellte weiterhin den gotischen Stil wieder her, wie es auch zu früheren Zeiten typisch in der Stadt von Toledo war. Folglich verdient diese Kathedrale einen königlichen Titel und wird außerdem als Basilika bezeichnet.
Derselbe fromme König brachte, gefolgt von Bischöfen, Geistigen und Gläubigen, der Kirche nach ihrem Bau im 9. Jahrhundert ein Schrein von Monsacro voll mit Reliquien vieler Heiliger. Diese wurden im Altar und der Michaelskapelle verwahrt. Christen aus aller Welt kommen ihnen zur Ehre hierher, um Gott um seine Gnade für seine Diener zu bitten.
Unter den wichtigsten Reliquien der Cámara Santa findet man auch solche, die dem Erlöser zu geordnet werden, wie zum Beispiel Dornen seiner Krone, ein heiliges Stück Holz des Kreuzes und insbesondere das einzigartige Schweißtuch von Oviedo, das dem Herrn von Johannes dem Täufer über den Kopf gelegt wurde. Weiterhin befinden sich hier die Gebeine vieler heiliger Märtyrer. Papst Johannes Paul II betete fromm 1989 vor all diesen Reliquien.

Nicht zu vergessen ist das edle Kreuz aus Gold, von dem gesagt wird, dass es von den Engeln selbst angefertigt wurde, sowie das „Siegeskreuz“ das hochachtungsvoll verehrt wird, indem es das Zeichen für die ganze Diözese ist.

Die römischen Oberpriester haben unentwegt der Heiligen Kathedrale Jubiläumsprivilegien zugesprochen. Folglich können die Gläubigen jedes Jahr zum Fest der Kreuzerhöhung und den acht folgenden Tagen vollkommene Ablässe erlangen.

Dezember

Am 09.12

Leocadia von Toledo, Jungfrau und Märtyrerin

Leocadia wurde Ende des 3. Jahrhunderts in Toledo in einem christlichen Elternhaus geboren. Als geweihte Jungfrau stach sie vor allem aufgrund ihrer Wohltätigkeit und der Hingabe für das Gebet heraus. Sie wurde während der Verfolgung unter Kaiser Diokletian gefangen genommen und man versuchte sie, erst durch Zureden und dann durch Drohungen von ihrem christlichen Glauben abzubringen. Sie zeigte sich dennoch als treue Bekennerin vor dem Tyrannen unbiegsam. Am 09. 12. 303 starb sie beim Beten im Gefängnis.

Am 10.12

Eulalia von Mérida, Jungfrau und Märtyrerin, Schutzheilige der Erzdiözese

Eulalia wurde am Ende des 3. Jahrhundert in Mérida geboren. Dort bekam sie mit nur 12 Jahren die zweifache Krone für die Jungfräulichkeit und das Märtyrertum gemäß der Beschreibung des Poeten Prudentius in seinem Werk Peristephanon.
Während der muslimischen Invasion wurden die Gebeine der Heiligen Eulalia nach Asturien gebracht. Nun befinden sie sich in der Kapelle der Kathedrale von Oviedo, die dieser Jungfrau gewidmet ist. 1639 wurde sie als Schutzheilige der Diözese von Oviedo ernannt. Sie ist so beliebt, dass sie gegenwärtig die Schutzheilige von vielen Gemeinden des Fürstentums ist.

Dein Volk, Herr, wird liebend die Jungfrau Maria und die Heiligen, deren Gebeine sich in der Kirche von Oviedo befinden, als Zeichen deiner erlösenden Anwesenheit verehren. Wir bitten dich, sie in ihrem Glauben zu bestärken und, indem wir uns fröhlich an sie erinnern, dass sie sich zu den Realitäten des Himmels gelenkt fühlen, ohne die der Erde zu vergessen. Amen.

 

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