Der Kreuzgang: Erinnerung aus dem Paradies

(Nota: Foto superior, Cripta de Santa Leocadía)

Am «Anfang» des gegenwärtigen gotischen Gebäudes der Kathedrale befindet sich der Kreuzgang, dessen Bau 1300 begonnen und im Jahr 1441 abgeschlossen wurde. Dieses ersetzte den römischen Bau des 12. Jahrhunderts. Es handelt sich um ein wahres gotisches Schmuckstück Spaniens. Im 18. Jahrhundert wurde dann das obere Stockwerk mit seiner barocken Struktur hinzugefügt. Es stammt von Francisco de la Riva Ladrón de Guevara, der es dabei schaffte, verschiedene Stilrichtung harmonisch miteinander zu verknüpfen.

Die Geschichte der Erlösung, die mit der Schaffung des Himmels und der Erde beginnt und mit der endzeitlichen Wiederkehr von Jesus endet, hat ebenfalls einen “Anfang”, den das Paradies bildet: Ort der Erinnerung und der Kommunion.

Der Kreuzgang nimmt Bezug auf dieses Paradies, indem in der Mitte für gewöhnlich ein Garten angelegt wird. Außerdem befindet sich dort auch ein Brunne mit vier Wasserquellen, die an die vier Flüsse, die sich durch Eden zogen, erinnern sollen.

Die Nebengebäude des Kreuzgangs bilden der Kapitelsaal und das Archiv. Der Kapitelsaal ist ein Treffpunkt, an dem man versucht gemeinsam ein “gleiches Fühlen” und ein “gleiches Handeln” zu erlangen. Dies ist die Grundlage des evangelischen Ideals der Wohltätigkeit

In diesem Nebengebäude befindet sich das alte gotische Gestühl der Kathedrale.

Die Türen des Archivs, in dem das „Gedächtnis“ der Kirche aufbewahrt wird, öffnen sich zum Kreuzgang hin. Dieses Gedächtnis beginnt mit dem Anfang des Glaubens: die Schaffung. Dem folgt die Erlösung und wird durch die endzeitliche Schaffung des Reichs Gottes beendet. Für den, der in der Kirche auflebt, handelt es sich um das, was dem Geschriebenen und dem Verwahrten Sinn verleiht.

Seine barocke Tür ist ein Werk José Bernardo de la Meana und in den vorhandenen Regalen werden wichtige Kodexe wie das Testament des Königs Alfons II., der Keusche, und das Liber Testamentorum aufbewahrt.

Außerdem verfügt es über eine Tür nach draußen, die als “Tür der Limosen” bekannt ist, da der Domherr hier regelmäßig den Armen der Stadt milde Gaben zukommen ließ.

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